Rechtsschutzversicherung ohne Selbstbeteiligung im Vergleich 2018

Wer schon einmal mit einer Rechtsangelegenheit konfrontiert war und vielleicht noch die Kosten hierfür aufbringen musste, ist schon per se überzeugt, dass sich der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung lohnen kann. Immerhin wird der Alltag immer komplexer und eine Rechtsstreitigkeit kann immer drohen. Bei den Versicherungsmöglichkeiten gibt es jedoch erhebliche Unterschiede, sodass sich ein genauer Vergleich lohnt. Immerhin haben Leistungsunterschiede auch Auswirkungen auf die Beiträge, die regelmäßig gezahlt werden müssen. Nachfolgend finden Sie wichtige Tipps, die Sie bei der Auswahl des richtigen Tarifs berücksichtigen sollten.

 

Was bedeutet Rechtsschutzversicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung?

Der Tarif einer Rechtsschutzversicherung berechnet sich nach den gewünschten Leistungen und der Höhe der Selbstbeteiligung. Hierbei unterscheidet sich die Rechtsschutzversicherung nicht wesentlich von anderen Versicherungsarten. Dabei gibt es übliche Versicherungstarife, bei denen die Selbstbeteiligung im Versicherungsfall bis zu 1000 Euro betragen kann. Je höher die vereinbarte Selbstbeteiligungssumme ist, um so niedriger sind die regelmäßig zu leistenden Versicherungsbeiträge.

 

Lohnt sich eine Versicherung ohne Beteiligung?

Jede Versicherungsgesellschaft versucht im Wettbewerb ein gutes Versicherungsangebot zu unterbreiten. Ein Vergleich der Tarife und der Selbstbeteiligungshöhen lohnt sich immer. Nur so kann der Versicherungsnehmer ein maßgeschneidertes Angebot erhalten, dass seinen Bedürfnissen gerecht wird, ohne allzu hohe Versicherungsbeiträge entrichten zu müssen.

Beim Vergleich der Versicherungstarife ergeben sich schnell bonitäre Unterschiede, wenn eine Selbstbeteiligung gewählt wird. Und wer ohnehin nicht mit Rechtsstreitigkeiten rechnet oder es für eher unwahrscheinlich hält, dass er hiermit zukünftig belastet wird, allerdings auf den Schutz nicht verzichten möchte, ist mit dem Abschluss einer Versicherung mit geringer Selbstbeteiligung gut beraten. Immerhin kann bei einer derartigen Tarifwahl viel Geld bei den Beiträgen eingespart werden.

Und berechnet man die Ersparnis über wenige Jahre, dann ist der Selbstbeteiligungsbetrag schnell wieder erwirtschaftet. Wer sich allerdings nur richtig abgesichert wird, wenn er mit weiteren Kosten gar nicht mehr belastet wird, sollte es zu einer Rechtsstreitigkeit kommen, schließt besser einen Tarif ab, bei dem gar keine Selbstbeteiligung geleistet werden muss.

Versicherungsverträge, die einen Selbstbehalt fordern, können bei nur einem Schadensfall auch eine Kette und eine Summierung von Selbstbehaltbeträgen auslösen, die erheblich sein kann. Wenn sich beispielsweise ein Verkehrsunfall ereignet, geleistet werden muss und hierzu auch noch eine Rechtsstreitigkeit hinsichtlich des Unfalls geführt wird, können im Hinblick auf die Schadenswiedergutmachungen und einem zu führenden Gerichtsprozess plötzlich hohe Kosten an Selbstbeteiligungen entstehen, wenn alle Verträge so abgeschlossen worden sind. Wer sich vor diesem Risiko schützen will, sollte lieber einen Tarif wählen, der den Selbstbehalt ausschließt. Hier nimmt der Versicherungsnehmer dann höhere Beiträge in Kauf, ist allerdings rundum abgesichert.

Wer allerdings prinzipiell gar keine gerichtlichen Auseinandersetzungen erwartet, und lediglich für einen aus der Reihe fallenden Ernstfall abgesichert sein möchte, fährt mit den Tarifen, die einen Selbstbehalt vorsehen, finanziell besser. Schon nach kurzer Vertragslaufzeit haben die günstigeren Beiträge den Selbstbehaltbetrag wieder erwirtschaftet und es ist beim Tarifvergleich sogar noch ein Plus zu verzeichnen. Diese Versicherungsnehmer sparen Geld, wenn sie einen Tarif mit Selbstbeteiligung abschließen.

 

Müssen spezielle Konditionen erfüllt werden?

Oftmals werden von Versicherungen Zusatzleistungen oder auch Verschärfungen hinsichtlich der Leistungen angeboten. Hier lohnt es sich, vor dem Vertragsabschluss einen entsprechenden Vergleich zu machen. Manchmal werden beispielsweise kostenlose Angebote offeriert, die dem Versicherungsnehmer helfen können. Hierzu gehört eine kostenlose telefonische Erstberatung, Streitschlichtungsverträge, Beratungen im Erb- und Familien- und Arbeitsrecht.

Hat der Versicherungsnehmer einen Rechtsschutzversicherungsvertrag abgeschlossen und tritt ein Rechtsschutzfall ein, dann hat er Anspruch auf Rechtsschutz. Hierzu zählt der Schadensrechtsschutz, der Beratungsrechtsschutz und weiterer Rechtsschutz. Der Rechtsschutzfall darf erst nach Wirksamwerden des Rechtsschutzvertrages eingetreten sein und darf auch nicht innerhalb einer etwaig vereinbarten Wartezeit liegen. Wartezeiten ergeben sich zumeist aus dem Vertragsschluss der Versicherung und können eine unterschiedliche Länge haben.

Rechtsschutzfälle, die vor Vertragsbeginn liegen bedürfen einer gesonderten Betrachtung. Generell sind sie vom Versicherungsschutz ausgenommen. Hierbei gibt es allerdings Unterschiede. Dies gilt insbesondere für Rechtsschutzfälle, die über einen gewissen Zeitraum geführt werden. Bei Steuerrechtsschutzsachen gelten besondere Bestimmungen. Auch hier ist exakt auf den Eintrittszeitpunkt des Falles abzustellen.

 

Wozu wird überhaupt eine Rechtsschutzversicherung benötigt?

Eine günstige Rechtsschutzversicherung sichert alle finanziellen Risiken ab, die bestehen, wenn eine behördliche oder juristische Streitigkeit vorliegt. Gerade Gerichtsprozesse können sehr teuer werden. Zum einen kann man verlieren. Dann müssen auch die Kosten der Gegenseite bezahlt werden. Es fallen Gerichtskosten, Anwaltskosten, vielleicht noch Sachverständigenkosten und Kosten für Zeugen an. Hier können sich sehr schnell mehrere tausend Euro summieren. Bei einer umfänglichen Rechtsschutzversicherung zahlt die Versicherung die ganzen Kosten. Für den Versicherungsnehmer fallen dann keine Kostentragungspflichten mehr an.

Vor dem Vertragsabschluss sollte der Versicherungsumfang detailliert gewählt werden. Hierbei gibt es Schutzmöglichkeiten für den Verkehrsrechtsschutz, Mieter-, Eigentümer– und Berufsrechtsschutz. Sind diese Schutzbereiche abgeschlossen und fällt die Streitigkeit in einen dieser Bereiche, dann besteht ein umfassender Rechtsschutz.

 

Fazit zur Versicherung ohne Selbstbeteiligung

Eine Rechtsschutzversicherung ohne eigene Beteiligung ist anzuraten, wenn Streitigkeiten generell nicht ausgeschlossen werden können, weil es beispielsweise schon oft Ärger mit Reisemängeln, Verkehrsunfällen oder auch mit den Nachbarn gab. Kommt es jedoch zu einer Überbelastung der Versicherungsgesellschaft, weil sich ein Versicherungsnehmer nun aufgrund der abgeschlossenen Versicherung mit jedem streiten möchte, dann kann dies zu einer Kündigung des Versicherungsvertrages führen. Immerhin begründet der Rechtsschutz eine Einstandspflicht bei einem Schadensfall und keine Freikarte fortan nur noch in Streitigkeiten zu leben.

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